Vielen psychischen und stressbedingten
Störungen liegt das gleiche Phänomen zugrunde: Das Erregungsmanagement des Nervensystems ist nicht (mehr) in der Balance: Das Gehirn entweder zu offen oder zu abgeschottet für Reize von außen. Die
Betroffenen erleben dadurch schon ganz alltägliche Situationen als stark ermüdend. Sie haben das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen oder nehmen umgekehrt kaum wahr, was um sie herum vor sich geht
und kommen nur mit Mühe „aus den Puschen“.
Die Fähigkeit des Gehirns, anregende und entspannende Impulse in eine gute Balance zu bringen, lässt sich trainieren – zum Beispiel durch meditative Praktiken und
Körperübungen wie Yoga oder Qi Gong. Doch bei stärker ausgeprägten Störungen reicht das oft nicht. Eine effektive Unterstützung bietet das Neurofeedback, eine computergestützte Therapieform, die
schon seit den 1960er Jahren bekannt ist und seitdem deutlich weiterentwickelt wurde. Im Grunde ist es ein Krafttraining für das Gehirn.
In meiner Praxis nutze ich überwiegend die modernste Form des Neurofeedbacks, das ILF-Training. Dabei werden die Klienten verkabelt und beeinflussen mit ihren Hirnwellen
entweder Filme, die sie sich gemütlich anschauen oder Computerspiele, bei denen sie zum Beispiel Speedbootrennen fahren. Subtile Veränderungen auf dem Bildschirm, beim Sound oder den Vibrationen
eines in der Hand gehaltenen Stofftieres geben dem Gehirn Rückmeldungen („Feedback“), ob es seinen Zustand verändert.
Vom Verstand sind die Unterschiede kaum erfassbar, doch das Unterbewusstsein erkennt die Muster sehr schnell als selbst erzeugt und benutzt sie wie einen Spiegel. Der
Effekt ist der gleiche wie beim Training der körperlichen Balance: Wacklige Haltungen korrekt einzunehmen und zu stabilisieren, geht anfangs leichter, wenn man sie durch optische Eindrücke überprüft.
Doch je öfter man übt, desto besser trainiert das Gehirn das innere Gespür und kann sich irgendwann allein darauf verlassen.
Beim ILF-Neurofeedback zeigen sich meist sehr schnell erste Effekte, zum
Beispiel verbessert sich bei vielen Klienten der Schlaf. Das Ziel: Souverän durch den normalen Alltag surfen zu können, weil das Gehirn gelernt hat, zwischen konzentrierter Arbeitsspannung und
erholsamem Relaxen hin und her zu schwingen und dabei stets die Balance halten kann.
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